Gekeimte Produkte

Im ungekeimten Zustand ist ein Samen vergleichbar mit einem schlafenden pflanzlichen Embryo. Um seiner Bestimmung folgen und zu einer Pflanze heranwachsen zu können, trägt der winzige Samen komplexe Makronährstoffe bei sich – ähnlich einem prall gefüllten Rucksack voll Proviant. Stimmen die Umgebungsbedingungen, erwacht der Embryo zum Leben und keimt: In diesem Prozess werden die Makronährstoffe enzymatisch in ihre leicht verwertbaren kleinen Bestandteile aufgeschlossen. Komplexe Kohlenhydrate werden zu Einfach- und Zweifach-Zucker, Eiweiße werden zu Aminosäuren und aus komplexen Fetten entstehen Fettsäuren. Für sein optimales Wachstum bildet der Samen aus jenen kleinen Bausteinen wiederum jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, so dass deren Gehalte im Vergleich zum ungekeimten Samen um bis zu 300 % ansteigen. Während wertvolle Inhaltsstoffe aufgrund der Keimung zunehmen, werden gleichzeitig unerwünschte Inhaltsstoffe abgebaut: Ein Beispiel ist die Phytinsäure. Sie ist dazu gedacht, den Samen vor Fraßfeinden zu schützen, hat für die menschliche Ernährung aber den Nachteil, dass sie die Aufnahme einiger bedeutender Mineralstoffe vermindert. Dank dieses ganz natürlichen Keimungsprozesses, in dem sich ein wahres Wunder unserer Natur zeigt, entsteht aus einem einfachen Samenkorn ein Superfood: Es weist nicht nur eine sehr hohe Dichte an Nährstoffen auf, sondern ist für den Menschen auch deutlich besser verdaulich. Die Umwandlung der komplexen Nährstoffe in eine gut verwertbare Form wird auch als Steigerung der Bioverfügbarkeit bezeichnet – aus ein und demselben Korn kann der Mensch dank der Keimung einen bedeutend größeren Nutzen ziehen.

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